MudMate Reutlingen – Schlamm und Hindernisse

Am Samstag, den 26. September, stand mal etwas ganz anderes auf dem Programm:

MudMate in Reutlingen.

Kein klassischer Lauf, keine saubere Trainingseinheit, kein ruhiges Wandern und auch keine Runde auf dem Wasser. Sondern Schlamm, Hindernisse, Klettern, Rutschen, Ziehen, Hangeln, Teamarbeit und zwischendurch immer wieder die Frage:

Muss man das wirklich machen?

Ja. Offenbar schon.

Bei bestem Wetter bin ich mit einigen Kollegen aus der Firma gestartet. Ich habe mich der letzten Gruppe angeschlossen und es vom Laufen her bewusst eher ruhig angehen lassen. Keine Jagd auf Zeit, kein Druck, kein unnötiges Tempo.

Dafür war für mich schnell klar:

Wenn es bei den Hindernissen verschiedene Varianten gibt, dann nehme ich nach Möglichkeit die schwierige.

Kein Lauf für saubere Schuhe

MudMate ist ziemlich genau das Gegenteil von „sauber ankommen“.

Schon nach kurzer Zeit war klar, dass sich Zurückhaltung beim Dreck nicht lohnt. Spätestens nach den ersten matschigen Abschnitten, Rutschen oder Gruben ist man sowieso durch. Danach wird es einfacher: Man hört auf, vorsichtig zu sein.

Schlamm an den Beinen, Dreck an den Schuhen, Erde an den Händen, nasse Stellen, steile Passagen und Hindernisse, bei denen man vorher kurz überlegt und dann einfach macht.

Genau das ist der Reiz daran.

Es geht nicht darum, elegant auszusehen. Es geht darum, irgendwie durchzukommen.

Ruhig laufen, schwerere Hindernisse

Vom Laufen her habe ich den Tag bewusst ruhig genommen.

Die Gruppe war entspannt unterwegs, und das hat gut gepasst. Knapp 8 Kilometer klingen erstmal nicht extrem viel, aber bei einem Hindernislauf zählt die reine Strecke nur bedingt. Die Pausen, die Hindernisse, das Warten, das Helfen, das Klettern und die matschigen Abschnitte verändern den Charakter komplett.

Am Ende waren wir ungefähr 2,5 Stunden unterwegs.

Das war also kein schneller Lauf, sondern ein langer, dreckiger Outdoor-Parcours.

Bei den Hindernissen habe ich dafür meistens die schwierigere Variante gewählt. Gerade das hat mir gefallen: nicht über das Tempo definieren, sondern über die Hindernisse. Wenn schon MudMate, dann auch richtig.

Klettern, ziehen, hoch, rüber, durch, festhalten, nicht abrutschen, weiter.

Team statt Einzelzeit

Schön war auch, dass es kein reines Einzelding war.

Mit Kollegen unterwegs zu sein verändert so einen Lauf. Man wartet, hilft, schaut, motiviert, lacht und zieht sich gegenseitig durch die Abschnitte. Nicht jeder macht jedes Hindernis gleich, nicht jeder hat an denselben Stellen Stärken, aber genau das macht es interessant.

Manche Hindernisse sind allein machbar, andere funktionieren im Team deutlich besser. Und manchmal ist schon der gemeinsame Blick auf die nächste matschige Wand genug, um zu wissen: Das wird jetzt kurz unangenehm.

Aber genau dafür ist man ja da.

Die Hindernisse

Die Bilder sagen eigentlich schon viel.

Steile matschige Anstiege, gelbe Reifen, Holzkonstruktionen, Wände, Kletterpassagen, viel Dreck und am Ende Beine, Schuhe und Socken, die ziemlich deutlich zeigen, was vorher passiert ist.

Gerade die steileren Passagen hatten es in sich. Da zählt nicht nur Kraft, sondern auch Grip, Technik und die Bereitschaft, sich dreckig zu machen. Wenn der Boden rutscht, die Schuhe voll Schlamm sind und man trotzdem irgendwie nach oben muss, wird aus einem kurzen Hang schnell ein echtes Hindernis.

Die Holzkonstruktionen und Wände waren dann wieder anders: mehr Körperspannung, Griffkraft, hochziehen, drüberkommen. Das sind genau die Momente, in denen das Training auf der Ruderbank, allgemeine Kraft und ein bisschen Sturheit zusammenkommen.

Fazit

MudMate Reutlingen war kein " sauberer Lauf" 🤣.