Neues Gerät, gleicher Ausgleich – Rudern jetzt zu Hause

Manchmal verändern sich Dinge, die eigentlich längst zum Alltag gehören.
Nach vielen Jahren regelmäßigen Trainings im Fitnessstudio musste ich aus Kostengründen eine Entscheidung treffen:
Die Mitgliedschaft kündigen und eine andere Lösung finden!
Ganz auf das Rudern verzichten wollte ich allerdings nicht. Dafür ist es über die Jahre zu einem zu wichtigen Bestandteil meines Alltags geworden. Nicht nur als Ausdauertraining, sondern auch als Möglichkeit, den Kopf freizubekommen, Anspannung abzubauen und einen festen Rhythmus beizubehalten.
Seit Ende September steht deshalb ein neues Rudergerät bei mir zu Hause:
Ein MERACH NovaRow R50 Pro, das ich über ein Leasingmodell nutze.
Vom Technogym Skillrow zum MERACH NovaRow
Der Abschied vom Technogym Skillrow im Fitnessstudio bedeutete zunächst eine Umstellung.
Das gewohnte Gerät, seine Widerstände, das Trainingsgefühl und die vertrauten Leistungswerte gehörten lange zu meiner Routine. Mit dem MERACH musste ich mich erst wieder an ein anderes Rudergefühl gewöhnen.
Die ersten Einheiten waren deshalb vor allem dazu da, den passenden Widerstand zu finden, ein Gefühl für das neue Gerät zu entwickeln und wieder einen gleichmäßigen Rhythmus aufzubauen.
Dabei wurde schnell klar: Die Werte der beiden Geräte lassen sich nicht einfach direkt miteinander vergleichen. Entscheidend ist für mich aber ohnehin weniger, was auf dem Display steht, sondern ob sich das Training gut steuern lässt.
Und das funktioniert inzwischen erfreulich gut.
Fünf Wochen, 22 Rudereinheiten
Seit dem 30. September sind bis Anfang November insgesamt 22 Rudereinheiten mit rund 18 Stunden Trainingszeit zusammengekommen.
Die meisten Einheiten dauerten zwischen 45 und 50 Minuten, zuletzt auch etwas länger. Der Schwerpunkt lag bewusst auf ruhigem, kontrolliertem Ausdauertraining.
Einige wenige Einheiten waren deutlich intensiver, der Großteil bewegte sich aber im Grundlagenbereich.
Gerade in den letzten Wochen hat sich ein sehr gleichmäßiger Rhythmus entwickelt. Rund 50 Minuten rudern, die Belastung kontrollieren und dabei nicht ständig versuchen, schneller oder stärker zu werden.
Das ist momentan genau die Art Training, die ich brauche.
Training bedeutet nicht immer Leistung
Rudern war für mich nie ausschließlich eine Frage von Watt, Kilometern oder Bestzeiten.
Natürlich macht es Spaß, Fortschritte zu sehen und gelegentlich an die eigenen Grenzen zu gehen. Aber Training hat für mich inzwischen noch eine andere Bedeutung.
Es ist ein Stück Struktur.
Eine Zeit, in der die Bewegung zählt, der Rhythmus der Ruderschläge und die Konzentration auf das, was gerade passiert.
Besonders in sehr schwierigen Phasen ist das oft wichtiger als jede Leistungssteigerung.
Nicht jedes Training muss hart sein. Nicht jede Einheit braucht einen neuen Rekord. Manchmal reichen 50 Minuten gleichmäßige Bewegung, um wieder etwas Abstand zum Alltag zu bekommen.
Ein neuer Trainingsalltag
Der Wechsel nach Hause bringt auch Vorteile.
Keine Anfahrt mehr, keine festen Öffnungszeiten und die Möglichkeit, das Training flexibler in den Alltag einzubauen.
Natürlich ersetzt ein einzelnes Rudergerät nicht die gesamte Ausstattung eines Fitnessstudios. Aber für meinen bisherigen Trainingsschwerpunkt ist es eine praktikable Alternative.
Und nach den ersten fünf Wochen kann ich sagen: Der Umstieg hat funktioniert.
Die regelmäßigen Einheiten sind geblieben, die Ausdauerarbeit läuft weiter und das neue Gerät ist inzwischen ein vertrauter Teil meines Alltags geworden.
Fazit
Manchmal muss man Gewohntes aufgeben und einen anderen Weg finden.
Der Wechsel vom Fitnessstudio zum Rudergerät zu Hause war keine ursprünglich geplante Veränderung. Er war eine notwendige Entscheidung.
Umso wichtiger ist es für mich, dass dadurch nicht auch noch das Training verloren gegangen ist.
22 Einheiten in gut fünf Wochen sind ein guter Anfang. Nicht wegen der Zahlen, sondern weil die Kontinuität geblieben ist.
Neues Gerät. Neuer Trainingsort. Aber derselbe Grund, weiterzumachen.
Manchmal geht es nicht darum, mehr zu schaffen.
Sondern darum, das zu bewahren, was einem guttut.
