SUP auf dem Neckar mit perfektes Septemberwetter und endlich etwas mehr Wasser

Das erste Septemberwochenende war vom Wetter her einfach perfekt.
Nicht zu warm, nicht zu kalt, blauer Himmel, Sonne, ein bisschen Wind, genau so, dass man draußen sein möchte, ohne dass es gleich wieder zu viel wird.
Nach dem langen und viel zu trockenen Sommer war aber vor allem eines schön zu sehen:
Im Neckar war endlich wieder etwas mehr Wasser.
Nicht dramatisch viel, aber genug, dass der Fluss wieder lebendiger wirkte. Mehr Wasser, etwas mehr Strömung, mehr Bewegung auf der Oberfläche. Gerade nach Wochen, in denen vieles trocken, flach und müde aussah, hat sich das richtig gut angefühlt.
Start unterhalb des Stadtwehrs
Gestartet bin ich wie üblich in Lustnau, am Parkplatz beim Neckar und in der Nähe des Juegos de Bochas.
Das Restaurant kann ich nebenbei wirklich empfehlen. Für mich ist die Ecke inzwischen ein sehr praktischer Einstiegspunkt: gut erreichbar, nah am Wasser und ideal, wenn man eine Runde auf dem Neckar bei Tübingen machen möchte.
Der Einstieg liegt unterhalb des Stadtwehrs. Von dort ging es zunächst neckaraufwärts Richtung Stadt. Schon nach den ersten Metern war klar: Das wird eine angenehme Runde. Der Neckar hatte wieder etwas mehr Zug, das Board lief gut, und die Bedingungen passten einfach.
Zuerst ruhig neckaraufwärts
Der erste Abschnitt war angenehm ruhig.
Abseits vom direkten Trubel rund um die Neckarinsel ließ sich gut paddeln. Mehr Wasser im Fluss bedeutet nicht automatisch viel Strömung, aber man merkt sofort, wenn der Neckar wieder etwas lebendiger ist. Das Board läuft anders, die Oberfläche arbeitet mehr, und der Fluss fühlt sich weniger flach und müde an.
Nach dem langen trockenen Sommer war genau das schön: endlich wieder etwas mehr Wasser unter dem Board.
An der Neckarinsel vorbei bis zur Sohlschwelle
Weiter ging es an der Neckarinsel vorbei.
Dort wurde deutlich spürbar, dass das perfekte Wetter viele Menschen aufs Wasser gezogen hatte. Stocherkähne, Tretboote, Menschen am Ufer, Bewegung überall – Tübingen zeigte sich an diesem Wochenende von seiner sehr lebendigen Seite.
Da die Laichzeit vorbei ist, konnte ich nach längerer Zeit wieder weiter paddeln und bis zur ersten Sohlschwelle fahren. Das war für mich einer der schönsten Punkte der Tour, weil die Runde dadurch nicht nur ein kurzes Hin und Her in Stadtnähe war, sondern wieder mehr nach einer vollständigen Neckartour wirkte.

Zurück mit Strömung und Wind
Der Rückweg war dank Strömung und Wind sehr angenehm.
Man musste natürlich weiterhin paddeln, aber es fühlte sich leichter an. Der Fluss half mit, der Wind passte, und die Bewegung wurde ruhiger. Nach vorne arbeiten, gleiten lassen, korrigieren, wieder ein paar Schläge setzen.
Gerade nach dem trockenen Sommer war dieser Rückweg fast das Beste an der Tour: zu merken, dass der Neckar wieder etwas mehr trägt, etwas mehr schiebt und wieder lebendiger wirkt.
Slalom im rechten Arm der Neckarinsel
Rund um die Neckarinsel war dann wieder deutlich mehr Betrieb.
Besonders im rechten, schmaleren Arm wurde es stellenweise eher Slalom als entspanntes Geradeauspaddeln. Stocherkähne, Tretboote und andere Boote waren unterwegs, dazu Menschen am Ufer und viel Bewegung auf dem Wasser.
Das gehört an so einem perfekten Wochenende in Tübingen wohl dazu. Schön war es trotzdem – nur eben nicht mehr ganz so ruhig wie auf den Abschnitten davor.
Mit dem SUP bedeutet das: aufmerksam bleiben, Linien suchen, ausweichen, ruhig bleiben und sich nicht aus dem Rhythmus bringen lassen.
Tourdaten
Distanz: 11 km
Zeit in Bewegung: ca. 2:00 Stunden
Gesamtzeit: ca. 2:30 Stunden
Charakter: ruhige SUP-Runde mit mehr Wasser, etwas Strömung, Stadtabschnitt und viel Betrieb rund um die Neckarinsel
Mehr Daten braucht es für diese Tour eigentlich nicht.

Wichtiger war das Gefühl auf dem Wasser: endlich wieder etwas mehr Neckar, perfektes Septemberwetter und eine schöne Mischung aus Ruhe, Stadt, Strömung und spätsommerlicher Lebendigkeit.
Fazit
Diese Runde war genau richtig für das erste Septemberwochenende.
Der Sommer war lang, heiß und viel zu trocken. Umso schöner war es, den Neckar wieder mit etwas mehr Wasser zu erleben. Nicht als großer Wasserstand, aber als spürbare Veränderung: mehr Strömung, mehr Bewegung, mehr Flussgefühl.
Gestartet unterhalb des Stadtwehrs, zunächst ruhig neckaraufwärts, dann an der Neckarinsel vorbei bis zur ersten Sohlschwelle und anschließend zurück mit Strömung und Wind. Rund um die Insel wurde es voll und stellenweise eng, aber genau diese Mischung hat die Tour ausgemacht.
Stadt, Wasser, Sonne, Strömung und 11 Kilometer auf dem SUP.
Mehr musste es diesmal gar nicht sein.

